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Oberflächenversiegelte Design-Spachtelböden

  

Bei mineralischen Designböden handelt es sich um oberflächenfertige Böden aus zementären Spachtelschichten, die in Kombination mit speziellen Beschichtungen und Versiegelungen erstellt werden.

Solche Böden stellen immer Unikate dar, die niemals ein zweites Mal gleich erstellt werden können. Einflüsse wie z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, usw. lassen keine gleichmäßige Oberflächenstruktur zu. Die fertigen Oberflächen können wolkig, in bestimmten Abständen fleckig und unterschiedlich sein.

Ebenso können Arbeits- und Schleifspuren sowie Schlieren und Farbdifferenzen sichtbar werden und sogar eventuell Risse entstehen. Aufgrund von unterschiedlichen bauphysikalischen und baudynamischen Einflüssen können Spannungen zu Rissen führen welche keinen Mangel darstellen.

 

Ein Unikat, so individuell wie Sie!

Weiterhin wird, wie bereits vom Wandbereich bei Wischtechniken bekannt, jeder Verleger seine eigene Handschrift hinterlassen. Ein glatter Unibelag wird niemals zu erreichen sein. Die endgültige Farbgebung ist stark von der Beschaffenheit des Untergrundes abhängig. Aus diesem Grund werden auch kleinteilig erstellte Musterplatten immer vom endgültigen Ergebnis in der Fläche abweichen.

Nur wer diese zum Teil auch gravierende auftretende Unterschiede mag und mit diesen auch rechnet, sollte sich für einen mineralischen Designboden entscheiden, denn dies ist ein typisches Merkmal für diese Böden.


Arbeitsabläufe unbedingt beachten!

Um die Abweichungen so gering wie möglich zu halten sind folgende Arbeitsabläufe strikt  einzuhalten. Voraussetzung und Vorbereitung des Untergrundes:

  • Den Hinweisen in den technischen Datenblättern zu den Produkten ist strikt Folge zu leisten.
  • Der Untergrund muss gemäss DIN 18365 „Bodenbelagarbeiten“ geeignet sein, d. h. der Untergrund muss eben, dauertrocken, sauber, rissefrei, zug- und druckfest sowie schwingungs- und windungsfrei sein.
  • Arbeiten dürfen nur bei optimalen Baustellenbedingungen durchgeführt werden, ca. 18 - 25°C Raumtemperatur und ca. 40 - 65 % rel. Luftfeuchte.
  • Eingesetzte Produkte sollten in den zu verarbeitenden Räumlichkeiten akklimatisiert werden.
  • Bei Sonneneinstrahlung und tiefen Fensterfronten sind diese abzudunkeln.
  • Arbeitsabläufe planen und absprechen. Keine anderen Handwerker während und bis zur Fertigstellung im Arbeitsbereich dulden.


Sperrende Grundierungen einsetzen

Untergründe grundsätzlich mit sperrenden Grundierungen (Bostik Nibogrund E30 plus, Bostik Renogrund PU rapid) vorbehandeln, um schnellen Wasserentzug und spätere Porenbildung in der Spachtelung zu vermeiden.


Geeignete Spachtelmasse verwenden

Bostik Niboplan 300, Bostik Niboplan Best oder Bostik Niboplan express für Designböden einsetzen.

  • Wasserzugabe zur Spachtelmasse exakt abmessen und über gesamten Arbeitsablauf einhalten.
  • Ausreichend Reifezeit der Spachtelmasse einhalten.
  • Jedoch nach der Reifezeit die Verarbeitungszeit der Spachtelmasse möglichst kurz halten.
  • Oberfläche der Spachtelmasse nach Erhärten nicht anschleifen sondern mit schwarzem Pad bearbeiten (nur bei Niboplan 300 und Niboplan Best).

  

Download

Bostik Design-Spachtelböden - Verlege- und Pflegeanleitung