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Biogasanlagen - Energiegewinnung der Zukunft

 

Energiegewinnung aus Biogasanlagen gilt als zukunftsträchtig für Klima und Umwelt. Das gewonnene Biogas wird hauptsächlich zur Stromerzeugung eingesetzt und vom Staat gefördert (EEG).

Die organischen Materialien, die in Biogasanlagen, Fermentern oder Faultürmen gelagert oder gegoren werden, bewirken durch Zersetzungsprodukte aus organischen Produkten eine Schädigung des ungeschützten Betons. Im Bereich des Gasraumes geschlossener Gülle- bzw. Biogasbehälter führt biogene Schwefelsäure zu einem sehr starken Betonabtrag.

Hierbei wird durch auf der Oberfläche des Betons lebende Mikroorganismen Schwefelwasserstoff gebildet. Lebende Bakterien des Typs Thiobacillus bilden als Stoffwechselmodus Schwefelsäure, welche eine stark angreifende Säure für den Zementstein ist. Es bildet sich die typische Waschbetonoberfläche, wodurch der Beton bis zu 1 cm/Jahr abgetragen wird.

Jahrelange Erfahrungen aus dem Bereich der Abwassertechnik können durch ähnliche Randbedingungen auf Biogasanlagen übertragen werden. Daraus resultieren die nachfolgenden Systeme.

Bostik 5305 EP Spezialbeschichtung schützt die Betonoberfläche der Behälter und bietet dadurch eine lange Effizienz der Anlage.

 

Bostik 5305 EP - Metall- und Betonuntergründe hochwertig beschichten

Bostik 5305 EP ist eine hochwertige rissberbrückende Schutzbeschichtung auf Epoxidharzbasis für Flächen aus Beton und Metall, speziell im Bereich von Biogasanlagen. 

Geprüft als Beschichtung für Innenbeschichtungen von Stahlbetonbehälter zur Lagerung von Jauche, Gülle und Silagesickersäften gemäss DIN 11622-2 „Gärfuttersilos und Güllebehälter, Teil 2 Bemessung, Ausführung, Beschaffenheit – Gärfuttersilos und Güllebehälter aus Stahlbeton, Stahlbetonfertigteilen, Betonformsteinen und Betonschalungssteinen“. Rissüberbrückend bis 0,2 mm nach DIN EN 1062-7. 

Vorbereitung des Untergrundes: Der Untergrund muss fest und trocken sowie frei von Staub, Schmutz, Fett, Öl und anderen Trennschichten sein. Lose Teile entfernen, Kiesnester und Lunckerstellen mit geeigneten Mörtel auffüllen. Die Betonoberflächen müssen weitestgehend Porenfrei sein und eine Haftzugfestigkeit von 1,5 N/mm² vorweisen, mindestens jedoch im Mittel von 1 N/mm².

Hochdruckwasserstrahlen, Sandstrahlen oder Fräsen verbessern in den meisten Fällen die Haftung auf dem Untergrund, besonders wenn sich Schalölrückstände auf der Oberfläche befinden oder sich Zementschlämpe an der Oberfläche gebildet hat. Offenporiger Beton muss unmittelbar vor dem Beschichten mit einem Porenverschluss, wie z.B. ARDAL Ardalan AGM versehen werden.

Metalluntergründe dürfen weder Rost noch Verunreinigungen aufweisen. Zum Entfetten der Oberflächen sollte ein Haftreiniger vor dem Beschichten eingesetzt werden.

Saugende Untergründe sind mit der niedrigviskosen Epoxidharzgrundierung Bostik 5301 EP in einer Schicht mit einem Verbrauch von ca. 260 g/m2 vorzustreichen. Nach dem Auftragen ist BOSTIK 5301 EP je nach Temperatur, Luftfeuchte, Auftragsstärke und Untergrundbeschaffenheit nach ca. 8-12 Stunden staubtrocken und kann überstrichen werden. Das Überstreichen muss nach spätestens 24 Stunden, auf sehr rauhen Untergründen nach bis zu 72 Stunden erfolgen.  

 

Verarbeitung: Bostik 5305 EP Komponenten A und B werden im Gewichtsverhältnis von 75 : 10 gemischt. B-Komponente (1 kg) vollständig der A-Komponente (7,5 kg) zugeben und gründlich mischen – am besten mit einer Bohrmaschine mit Spiralrührer – bis eine homogene Mischung entstanden ist. Gemischtes Material in ein sauberes Gefäß umfüllen und nochmals kurz durchmischen.

Die Mischung hat eine Topfzeit von 30-40 Minuten bei Raumtemperatur. Diese Zeit ist temperaturabhängig, höhere Temperaturen verkürzen, tiefere Temperaturen verlängern die Topfzeit. Wird nicht das gesamte Gebinde angesetzt, muss vor Entnahme einer Teilmenge von Komponente A der Gebindeinhalt aufgerührt werden.

Danach muss die Komponente B entsprechend der Menge im Mischungsverhältnis 75 : 10 Gewichtsteile exakt zugegeben werden. Auftrag: Bostik 5305 EP kann gestrichen, gerollt, gewalzt oder mit einem geeigneten Spritzgerät aufgetragen werden. Der bevorzugte Auftrag erfolgt mittels einer Rolle (Fell oder Schaum). Bei hoher Beanspruchung sind mindestens 2 Aufträge erforderlich.

Pro Arbeitsgang kann je nach Auftragsgerät und Untergrund eine Schichtstärke von 250-500 μm erreicht werden. Beim Auftragen mittels Spritzgerät kann in einem Arbeitsgang eine Schichtstärke von 500 μm erreicht werden. Für die Beschichtung von Stahlbetonbehältern gemäss DIN 11622-2 ist eine Mindestschichtstärke von 1030 µm und Gesamtschichtdicke von 1200 µm inklusive Bostik 5301 EP Grundierung erforderlich. Dies entspricht einem Verbrauch von ca. 1500 g/m2 Bostik 5305 EP.

Aushärtung: Bostik 5305 EP härtet normalerweise bei Raumtemperatur aus. Die Oberfläche ist nach 10 - 12 Stunden bei Raumtemperatur trocken. Bei mehrschichtigem Beschichtungsaufbau kann nach dieser Zeit die nächste Schicht aufgebracht werden. Nach 12 - 16 Stunden bei Raumtemperatur ist Bostik 5305 EP ausgehärtet.

Ein Abstand von mehr als 3 Tagen zwischen den Beschichtungsgängen ist ohne Anrauen der vorherigen Schicht nicht zulässig. Die endgültige mechanische und chemische Belastbarkeit wird nach 5 - 7 Tagen bei Raumtemperatur erreicht. Diese Zeiten sind temperaturabhängig. Höhere Temperaturen verkürzen, tiefere Temperaturen verlängern die Zeitangaben.

 

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Bostik 5305 EP Schutzanstrich - Technisches Merkblatt